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Erfahrungen teilen, voneinander lernen – das Dresdner Kantorenfrühstück
Ein Beitrag von Detlev Küttler - Kantor in Dresden-Blasewitz
Fortbildung muss nicht immer aufwändig und teuer sein. Vieles lässt sich aus der Praxis der KollegInnen nebenan lernen. Und jeder hat auch irgendein KnowHow, von dem die anderen profitieren können. Wichtig ist, für diesen Austausch eine Plattform zu finden.
So dachte vor mehr als fünf Jahren eine Gruppe von Dresdner KirchenmusikerInnen. So entstand die Idee, ein Treffen „von unten“ zu etablieren, ohne Dienstverpflichtung zur Teilnahme und in der Regel ohne Referenten von außen, aber mit einem gemeinsam gefundenen Thema, dazu ein Frühstück, zu dem jeder etwas beisteuert.
So fand im September 2005 das erste Kantorenfrühstück statt. Das Thema hieß „Literatur für Kinderchor“. Jeder Teilnehmer stellte kurz ein bis zwei Stücke vor, die sich in seiner Praxis bewährt haben. Seitdem findet das Kantorenfrühstück regelmäßig dreimal im Jahr statt. Ort und Thema werden gemeinsam bestimmt, und es ist schon fast alles dabei gewesen, was uns KantorInnen unter den Nägeln brennt: von „Kantaten mit sparsamer Instrumental- und Solistenbesetzung“ und „Neue Lieder im Gottesdienst“ über „Arbeit in fusionierten Gemeinden“ bis hin zu „Wie gehen wir mit alt gewordenen SängerInnen um“.
Nicht immer ist die Runde groß, aber fast immer geht man mit guten neuen Ideen nach Hause.
Für das Kantorenfrühstück gelten zwei Prinzipien:
Die Teilnahme ist absolut freiwillig – niemand sitzt qua Dienstpflicht in der Runde.
Zum anderen: Das Kantorenfrühstück ist kein Schatten- oder Untergrundkonvent, sondern wird als ergänzendes Angebot verstanden. Auf den Konventstreffen wird immer ein kurzer Bericht vom letzten Kantorenfrühstück gegeben (der natürlich immer nur summarisch ausfallen kann) und zum nächstfolgenden Kantorenfrühstück eingeladen.
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